Autor dieser Webseite und Inhaber aller Rechte
ist der Künstler Arpan Phoenix, bürokratisch:
Udo Meyer
Engelbergstr. 9
35216 Biedenkopf
Über den Autor
Udo Meyer. Udo Willi Meyer. Wie ein unlösbares Stück Eierschale klebt dieses Etikett an mir, wird bei jedem Behördengang aktiviert und sagt euch, wer ich sein soll. Wer ich bin steht nicht in euren Akten.
Arpan Phoenix. Swami Prem Arpan. Es war einmal eine Erlösung einen anderen Namen zu tragen. Jemand anderer werden zu können. Das bin ich immer wieder, doch das lag nicht an den Namen. Auch die sind nur die Etiketten auf meiner Person, sagen nichts darüber aus wer ich bin.
Wer ich bin? Das kann ich euch auch nicht sagen. Um euch das sagen zu können, müsste ich statisch sein. Das bin ich nicht, auch wenn es für die Akten so aussehen mag. Das bin ich nicht, auch wenn ich beim Bäcker immer das gleiche Frühstück bestelle. Ich bin jedesmal anders.
Ich bin mir meiner bewusst, sehe die Etiketten, die ihr mir aufklebt. Der freundliche alte Mann mit der Laugenstange. Dieses Etikett sieht die Verkäuferin beim Bäcker. Sie erkennt mich auch ohne Namen.
Ich trage viele Etiketten. Und ich bin viele Personen. Wenn ich schreibe, bin ich Autor. Wenn ich zeichne, bin ich Grafiker. Wenn ich Gitarre spiele, bin ich Musiker. Wenn ich Geschirr spüle, bin ich ein Mann mit eigenem Haushalt. Ich kann auch eine ganze Band sein.
Über das Werk
Da ist sie nun, die Seite, auf der ich die Werke der letzten dreißig Jahre zu einem einzigen Werk zusammenführen kann. Es gab zuletzt viele kleine Puzzelsteinchen, insbesondere neue Werkzeuge, die mir einen Weg dorthin öffneten. Angefangen bei dem eingetragenen Künstlernamen, der mich zu zwei Personen machte. Für Amt und Bank blieb ich der Alte, im Kontakt mit normalen Menschen ein anderer.
Wenn ich zwei sein kann, warum dann nicht auch sieben. Das war die Idee für die Band. Sie entstand, als eine KI Videos mit dem Avatar, mit dem ich mich dort angemeldet hatte, produzierte. Klingt logisch. Ich hatte nicht darüber nachgedacht, als ich mich als Silbenknicker dort anmeldete. Der Gedanke dahinter war gewesen, mich nicht bei zwei gleichen Werkzeugen mit dem gleichen, meinem Künstlernamen anzumelden.
Jetzt hatte ich also ein Video, auf dem als Autor Silbenknicker stand. Den Namen zu ändern wäre wohl möglich gewesen, doch er gefiel mir. Ich nutzte ihn schon in einem Onlinegame. Dem nächsten Puzzlestein.
Die Stadt. Drei Jahre lang habe ich daran gebaut und fleißig Gebäude gesammelt. Ich spiele nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr nach den Regeln. Ich habe die Möglichkeit genutzt eine Stadt für meine Geschichte zu bauen. Eine Geschichte, die die fantastischen Welten meiner Bilder mit den kritischen Texten meiner Lieder und meinen Ideen zur Musik zu einem einzigen Kunstwerk macht. Eine Band.
Ich bin schlecht darin etwas zu visualisieren, Gedanken sehe ich nicht als Bild. Ich bin wohl der untalentierteste Zeichner in der Klasse. Trotzdem habe ich lange nur mit Tusche gezeichnet. Ich bin rotgrünblind und wohl auch in anderen Farben nicht wirklich zuhause. Ich muss Farbtöpfchen gut sortieren, wenn ich malen oder colorieren will. Vielleicht besitzt noch jemand eine meiner Zeichnungen. Die stammt dann sicher noch aus dem Kohlzeitalter, als ich solche Zeichnungen auf der Straße verkaufte. Vor allem Stadtansichten der Orte, die ich besuchte.
Ja, meine Kunst wuchs in der Gosse auf und nicht an der Uni.
Vor dreißig Jahren begann ich dann ernsthaft mit der Arbeit an meinen Fotomontagen, stellte sie auch in den kommenden Jahren ein paar mal aus und verkaufte wenig. Der größte Teil befindet sich immer noch in meinem Besitz. Ihr dürft sie kaufen. Es sind über hundert.
Schließlich das erste brauchbare Werkzeug. Gimp. Ich arbeite seit Jahren damit und habe einige Spielereien erschaffen. Darunter auch erste Comics aus meinen Fotomontagen.
Schließlich erst Udio, jetzt Suno und Fotor. Die bei vielen Kreativen so gefürchtete und gehasste KI. Ich liebe sie. Trotz aller Nebenwirkungen. Sie ist das Werkzeug, dass ich vor fünfzig Jahren gebraucht hätte. Jetzt sitzt mir der Tod im Nacken und ich weiß nicht, wie weit ich mit diesem Projekt komme. Und es gibt noch so viel mehr, was ich mit diesen Werkzeugen gerne machen würde.